Das Sommerkonzert unseres Posaunenchors ist ein eher neueres Format in unserer Chorgeschichte. Und obwohl das Sommerkonzert noch keine lange Tradition hat, bekommt man den Eindruck, dass diesem Format (unfreiwillig) ein durchgehendes Motiv anzuhaften scheint: das Experimentelle.
Im ersten Jahr war das Format selbst ein Experiment, in diesem Jahr war es die Besetzung. Da ein sehr trompeten-lastiger Teil unseres Chors mit einer Busreise in den Norden beziehungsweise einem Kletterausflug in den Süden beschäftigt war, machte unser Chorleiter Frank Schilling aus der Not eine Tugend und stellte ein abwechslungsreiches Programm zusammen, das unsere Unterstimmen ins Rampenlicht rückte – ein Privileg, das sonst üblicherweise (und – nach der bescheidenen Meinung des Autors – unnötigerweise) unseren Trompeten zuteil wird.
Die insgesamt kleinere Besetzung erlaubte es uns auch, einen besonderen Fokus auf die Phrasierung der Stücke zu legen. Filigrane Artikulation, dynamisch variierende Rhythmen, die gesamte Bandbreite der Dynamik: Musikalisch war das Sommerkonzert sowohl für die Konzertbesucher als auch die Musizierenden ein ganz besonderer Genuss.
Ein besonderes Lob gilt dabei unseren drei Nachwuchsbläsern Ann-Kathrin Falk (Horn), Lukas Falk (Trompete) und Tim Günther (Trompete), die ihre jeweiligen Stimmen weitestgehend ohne Unterstützung spielen mussten und diese Herausforderung hervorragend gemeistert haben.