Die Passionszeit hat begonnen. Wir bereiten uns alle ganz individuell darauf vor, Jesu Auferstehung zu feiern. Viele Menschen fasten, um bewusst auf etwas zu verzichten und dadurch sich auf das Wesentliche zu besinnen. Aber es gibt auch andere Wege, sich auf Jesus zu fokussieren, und eine Art ist zum Beispiel das Bibelfrühstück. Einmal in der Woche, montags um 7:30Uhr, kommen wir über Teams zusammen, um einen Stück von Jesus‘ letzten Wochen auf der Erde nachzulesen und neu zu entdecken.

Da nicht Jede und Jeder an dem Termin kann, wird es auch jeweils die Bibelstellen und ein paar Fragen dazu immer hier auf der Homepage geben, damit Du für Dich entscheiden kannst, wann es Zeit für Dein eigenes kleines Bibelfrühstück ist.

Der Beitrag wird hier auch jede Woche um eine Bibelstelle erweitert bis zum 30.03.2026.

 

23.02.2026

Bibelstelle: Matthäus 26, 17-30

Jesus feiert mit seinen zwölf Jüngern das Passahmahl

Angedacht:

Jesus hätte jeden Grund gehabt, eigentlich aufzustehen und zu gehen. Oder Judas und Petrus anzuschauen und sie des Tisches verweisen. Ihnen den Status als Jünger wegzunehmen und den Kontakt abzubrechen. Er wusste genau, dass der eine ihn verrät und der andere ihn verleugnet, und trotzdem hat er mit ihnen am Tisch gesessen und ein letztes Mal gemeinsam mit ihnen und den anderen Jüngern das Passamahl gefeiert. Und dabei hat er nicht gesagt „ich sterbe, weil Judas daran schuld ist“ oder „mein Blut wird vergossen zur Vergebung der Sünden, außer für Petrus, er hat mich nämlich verleugnet“. Er schließt alle mit ein, ohne wenn und aber.

 

02.03.2026

Bibelstelle: Matthäus 26, 36-46

Jesus im Garten Gethsemane

Angedacht:

In dem Part der Geschichte wird Jesus für mich greifbar und sehr menschlich. Er hat Angst und wird traurig. Er möchte nicht, dass das passiert, was eben passieren muss. Und ich finde das total verständlich, wer würde schon gerne in seiner Situation sein. Vor allem dann, wenn die Freunde nicht mal in so einem Moment wach bleiben können, sondern einfach einschlafen. Aber Jesus weiß, dass der Plan seines himmlischen Vaters größer ist und er akzeptiert, dass der Wille Gottes geschehen wird, nicht sein eigener.

 

09.03.2026

Bibelstelle: Matthäus 26, 31-35, 57-58, 69-75

Petrus leugnet

Angedacht:

Wie oft nehme ich mir etwas vor, und verspreche manchmal sogar was. Und wie oft kommt es dann eben vor, dass irgendwas dazwischenkommt oder ich ein Versprechen eben doch nicht halten kann. Petrus ging es genauso. „Sogar wenn ich mit dir sterben muss“ sagt er, selbst dann wird er nie abstreiten, zu Jesus zu gehören. Und letztendlich passiert eben trotzdem genau das, was Jesus gesagt hat. Petrus leugnet, Jesus zu kennen. Dreimal, bis er sich durch den Hahn daran erinnert, dass Jesus es genau so vorhergesagt hat. Und danach weint er, er weiß, dass er sein Versprechen nicht halten konnte. Jesus wusste, dass es so kommen wird. Und er wusste, dass es keine leichte Zeit sein wird für seine Jünger und dass sie einknicken werden. Und trotzdem blieb er bei ihnen, solang er konnte.

 

16.03.2026

Bibelstelle: Matthäus 27, 27-61

Jesus Urteil und Kreuzigung

Angedacht:

Es ist erschreckend, wie viel Jesus über sich ergehen lassen musste. Angespuckt, mit einem Stock geschlagen, verspottet, eine Dornenkrone aufgesetzt bekommen und so viel mehr bis hin zur Kreuzigung. Selbst die zwei Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt wurden, verspotteten ihn. Und das alles, weil er Gottes Sohn ist und ihm nur die wenigsten glaubten. Erfahrungen, die kein Mensch auf der Welt machen sollte. Und trotzdem hat Jesus all das auf sich genommen, um uns freizumachen von Sünde. Das ist alles andere als selbstverständlich und für mich unbegreiflich, dass er das für uns getan hat.

 

23.03.2026

Bibelstelle: Matthäus 28, 1-10

Die Frauen am leeren Grab

Angedacht:

Wie verrückt ist dieser Teil der Passionsgeschichte? Es ist so unvorstellbar, was die zwei Marias erlebt haben. Sie waren wahrscheinlich noch voller Trauer und wollten Jesus noch ein letztes Mal etwas Gutes tun und auf einmal kommt alles anders als gedacht. Zuerst der Engel, dann der Stein und das leere Grab, die Aussage, dass Jesus auferstanden ist und zuletzt sogar die Begegnung mit Jesus. Es ist alles so gekommen, wie Jesus es ihnen vorausgesagt hat. Und trotzdem ist es nochmal was ganz anderes, das nicht nur zu hören, sondern wirklich zu erleben. Sie durften mit eigenen Augen und als erstes sehen, dass Jesus den Tod besiegte. Was ein Zuspruch und auch in gewissermaßen eine Erleichterung, dass wirklich alles so kam, wie Jesus es ihnen erzählte. Der Tod hat nicht das letzte Wort und Jesus ist der Beweis dafür.

 

30.03.2026

Bibelstelle: Matthäus 28, 16-20

Jesus zeigt sich seinen Jüngern und sendet sie zu allen Völkern

Angedacht:

„Aber einige hatten auch Zweifel.“ Heißt es. Und ganz ehrlich, ich finde das voll verständlich. Was da in den letzten Tagen alles passiert ist, lässt sich unmöglich greifen. Sie hatten alle Hoffnung auf Jesus gesetzt und auf einmal kam die Kreuzigung. Sie sahen zu, wie Jesus sterben musste und nun steht er vor ihnen und sprach zu ihnen? Zweifel sind da nur menschlich, denn wie soll ein Mensch das begreifen? Aber Jesus nimmt sich Zeit für seine Jünger, trifft sie und macht ihnen Mut, alle Menschen zu taufen und ihnen die frohe Botschaft zu verkünden. Und sie haben es getan. Wenn die Jünger damals nicht ihre Zweifel beiseitegeschoben hätten und wenn Jesus nicht an ihnen dran geblieben wäre, dann wäre unsere Welt und unser Leben womöglich ganz anders, als es heute ist. Und ich bin dankbar dafür, dass sie die frohe Botschaft hinausgetragen haben, denn so dürfen wir immer die Hoffnung namens Jesus Christus in uns tragen.

 

Nächste Woche um die Zeit haben wir Ostern bereits gefeiert und sind beim Ostermontag angekommen. Vieles passiert rückblickend in dieser Woche. Vom Palmsonntag gestern bishin zum Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. Ich wünsche Euch, dass Ihr diese Woche immer wieder erleben dürft, wie gut es Gott mit uns meint.

Eine frohe Karwoche Euch allen und gesegnete Ostern!