Anlässlich unseres 80-jährigen Jubiläums durften wir unsere Freunde aus Oroszlány wieder bei uns in Plochingen begrüßen. Zum Auftakt dieses schönen Ereignisses, verlegten wir die donnerstägliche Probe vom Gemeindehaus vor unser CVJM-Häusle. Dort probten wir, bis der Reisebus mit unseren Freunde ankam und wechselten dann fließend vom Musizieren übers Begrüßen hin zum gemeinsamen Grillen. Das Wetter machte mit, so dass wir einen sonnigen Abend in geselliger Runde verbringen konnten.

 

Am Freitag unternahmen unsere Gäste einen Ausflug ins Salzbergwerk Bad Friedrichshall. Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad im Schatten, sehnte sich so mancher die 18 Grad Celsius herbei, die im Bergwerk konstant vorherrschen. Am Nachmittag empfing Bürgermeister Frank Buß unsere Gäste im Sitzungssaal des alten Rathauses. Umrahmt von einer kleinen Bläsergruppe, hielten Bürgermeister Frank Buß, Bürgermeister Károly Takács, Frank Schilling und András Sztruhár authentische Reden, in denen sie den hohen Wert der Städtepartnerschaft zwischen Oroszlány und Plochingen betonten und die etlichen, über viele Jahre gereiften, freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Chormitgliedern würdigten.

Als Symbol dafür, dass diese Freundschaft (ungarisch: barátság) mehr ist, als nur ein Lippenbekenntnis, flanierten wir am Samstagmorgen den Oroszlány Weg entlang, am Denkmal der Städtepartnerschaft Oroszlány Plochingen vorbei, bis hin zum Rosenbeet. Interessante Tatsache: Jede Partnerstadt Plochingens hat dort eine Rosenpflanze eingesetzt. Es gab allerdings nicht nur Rosen zu bewundern. Auch der von der Stadt organisierte Sektempfang fand großen Anklang. Im Anschluss lud die Stadt auch noch zum Mittagessen in den Albblick ein. Großen Respekt an dieser Stelle an das Servicepersonal, das sich trotz der vielen gleichzeitig eingetroffenen Gäste nicht aus der Ruhe bringen ließ und uns vorbildlich bewirtete.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst auf dem Marktplatz, in dem wir bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das am Abend stattfindende Konzert des Kirchenchors erhielten. Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war zweifelsohne das von Kirchen- und Posaunenchor gemeinsam musizierte “Nun danket alle Gott”. Im Anschluss an den Gottesdienst, wechselten wir von geistlicher auf weltlichere Musik. Mit Swing&Brass ging es aufs Mittagessen zu.

 

Der absolute Höhepunkt des Besuchs unserer Freunde aus Oroszlány war aber das Konzert, das im Rahmen der Stunde der Kirchenmusik am Sonntagabend stattfand. Der Chor strahlte vom Einmarsch bis zum Schlusston eine beeindruckende Professionalität aus. Bemerkenswert war auch die Vielseitigkeit der ausgewählten Stücke: lateinische Chormusik, ungarische Chormusik, mal a cappella, mal begleitet von Streichern, mal beruhigend, mal rasant. Jedes Stück ein neuer Höhepunkt! Das musikalische Talent der Chormitglieder zeigte sich auch darin, dass manche Sängerinnen und Sänger zwischen Gesang und Instrumenten wechselten. Sich kurzerhand and die Orgel setzen und die Finger (und Füße) über die Tasten (und Pedale) sausen lassen? Kein Problem! Ein großes Kompliment an den Chor unter Leitung von Gizella Milán für dieses Konzert und vielen Dank für diesen wundervollen Abend!

 

Auf ein baldiges Wiedersehen!