Dieses Jahr war es zu heikel. Statt – wie gewohnt – den Gottesdienst im Grünen an der Bühleiche zu feiern, hatten sich die Organisatoren ob der Wetteraussichten für die garantiert trockene Variante in der Paul-Gerhard-Kirche entschieden. Man könnte sagen, die Kirche machte sich hier eine agile Arbeitsweise zu eigen. Sie passte sich kurzfristig an die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen an. So geht modern.

Bei diesem Tempo kommt leider nicht jeder mit. Mit Verlusten ist zu rechnen. In diesem konkreten Fall manifestierten sich die Verluste in vereinzelten Gottesdienstbesuchern, die, weil man das schon immer so gemacht hat, mit Regenschirm auf die Wetterverhältnisse reagiert hatten, anstatt ihren Newsfeed zu checken. Tempo haben die Betroffenen aber dann dennoch gezeigt, nämlich beim von der Bühleiche zur Paul-Gerhard-Kirche laufen. Zum Glück ging es bergab.

Auch wenn der Gottesdienst damit für einige etwas hektisch begonnen hatte, endete er versöhnlich und mit einem seltenen Highlight. Wir durften zu einer Eisernen Hochzeit gratulieren! 65 Jahre Beständigkeit – alles andere als selbstverständlich, gerade heute. Herzlichen Glückwunsch!